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Corona in Hessen: Öffentliches Alkoholverbot wird teilweise aufgehoben

 

Als Reaktion auf diverse Rechtsprechungen gibt es zwei Änderungen: Das Alkoholverbot in der Öffentlichkeit reduziert sich auf Orte mit viel Publikum. „Im Wald ist es nicht mehr verboten“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch. Und die umstrittene 15-Kilometer-Regel ist gestrichen, mit der Hessen den Run auf beliebte Naherholungsziele verhindern wollte. Mit örtlichen Sperrungen, etwa am Feldberg, hätten die Verantwortlichen gute Erfahrungen gemacht, sagte Bouffier. Die nächtliche Ausgangssperre hingegen bleibe für Hotspots mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in den zurückliegenden sieben Tagen bestehen.

Infektionen

In Hessen haben sich innerhalb von 24 Stunden 1321 weitere Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle auf 160 738, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts vom Mittwoch (Stand: 0 Uhr) hervorgeht.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 erhöhte sich um 118 auf 4190. Der Landkreis Fulda verzeichnete mit 257,2 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz. (dpa)

Am Mittwoch hatte das Corona-Kabinett die Konsequenzen aus den am Vortag von Bund und Ländern getroffenen Beschlüssen gezogen. Der Lockdown wird um zwei Wochen bis zum 14. Februar verlängert, das gilt auch für Schulen und Kitas. Die Landesregierung will ihre Homeofficequote von derzeit 53 Prozent noch erhöhen. Die Regeln für die Wirtschaft setzt das angekündigte Bundesgesetz. Bouffier geht davon aus, dass sich das öffentliche Leben von Mitte Februar an „Stück für Stück“ wieder öffnen kann. Unter zwei Bedingungen: Die Menschen bleiben diszipliniert. Und die in Hessen jüngst nachgewiesenen mutierten und ansteckenderen Virusvarianten erhalten keine Chance, sich auszubreiten. Letzteres sollen die am Mittwoch neu beschlossenen Beschränkungen verhindern.

Asphaltbauer

Der Job ist überraschend anspruchsvoll, gut bezahlt – und mit besten Zukunftsaussichten: Asphaltbauer werden nicht nur im Straßenbau gesucht.
 
Von Markus Schleufe
 
Asphalt – das ist der Stoff, aus dem des Asphaltbauers Träume sind. Etwa 95 Prozent der Straßen im Lande bestehen aus dem Gemisch, das sich aus kleinen Steinchen und Bitumen und, je nach Sorte, aus weiteren Materialien zusammensetzt. Oft wird Asphalt gegossen – daher der Name Gussasphalt. Die Verarbeitung der breiigen Masse ist eine heiße Sache. Bei der Anlieferung in einem speziellen Lkw, Asphaltkocher genannt, ist der Asphalt nämlich flüssig und etwa 230 Grad Celsius heiß.
 
 
Zusätzlich gibt es auch andere Materialien, die für die Decke einer Straße oder einer Brücke verwendet werden. Dazu gehört neben den klassischen Straßenpflastersteinen auch Asphaltbeton. Dieser besteht aus Splitt, Sand und Gesteinsmehl, das mit Bitumen vermischt wird. Aber anders als gewöhnlicher Gussasphalt muss dieser nach dem Auftragen gewalzt und verdichtet werden. Für Ausbesserungen der Straßendecke wiederum verwenden die Straßenprofis Asphaltmastix. Ja, Sie lesen richtig – diese Sorte Straßenbelag besteht aus Sand, Gesteinsmehl und Bitumen, ist fließfähig und somit bestens zum Auffüllen von Schlaglöchern geeignet. 
 
So oder so: Asphaltbauer müssen immer die materialtypischen Eigenschaften beachten. Schließlich soll der Straßenbelag möglichst lange halten. Entscheidend ist daher, wie stark die Belastung der Fahrbahn ist und wie heftig sie starken Witterungsbedingungen ausgesetzt ist. Auch muss der Untergrund vorher untersucht werden – bei manchen Straßen ist zunächst eine Vorbehandlung, etwa eine Aufrauhung, erforderlich. 
 
In der Regel beginnt der Arbeitstag sehr früh im Morgen. Als Teil einer Baukolonne wird die Baustelle angefahren. Neben dem Neubau einer Fahrbahn oder der Fahrbahnsanierung können auch Sanierungen von Brücken oder Parkplätzen anstehen. In Parkhäusern etwa geht es oft darum, die Oberfläche eines Parkdecks gegen Feuchtigkeit abzudichten. Hier haben es Asphaltbauer oft auch mit flüssigen Kunststoffen, Kunstharzen oder anderen Chemikalien zu tun, die auf dem Untergrund aufgebracht werden. Und nicht immer verbringen die Arbeiter den ganzen Tag auf einer Baustelle – geht es schnell, kommt es auch vor, dass an einem Arbeitstag gleich auf mehreren Baustellen gearbeitet wird.Auch bei Baumaßnahmen an Wasserbauwerken, Industrieanlagen oder Hochbauten kommen die Asphaltspezialisten zum Einsatz. Selbst im Innenbereich, etwa beim Auftragen von Asphalt als Bodenbelag einer Industriehalle, sind die Fähigkeiten der Straßenbauer gefragt. Hier ist die Arbeit mit dem kochenden Asphalt eine durchaus schweißtreibende Angelegenheit. So können bei der Arbeit im Inneren eines Gebäudes Temperaturen von 50 bis 60 Grad entstehen.Bei Brückensanierungen muss die Baustelle vor Baubeginn genau vermessen werden. Dazu nutzen die Straßenbauer spezielle Vermessungsgeräte, um etwa die Länge einer Brücke oder Höhenunterschiede auszumessen.